Yu´s 2. Geburtstag

Ich weiß, ich habe länger nichts geschrieben. Eigentlich wollte ich  365 Tage weiter schreiben, doch dazu fehlte mir die Zeit. In den letzten Wochen ist innerhalb meines Umkreises und Lebens einiges passiert, weshalb ich mich nicht recht auf diesen BLOG konzentrieren konnte. Nun geht es auch nicht direkt mit
365 Tage weiter, da etwas sehr einschneidendes geschehen ist, das ich erzählen will.

... um ehrlich zu sein habe ich keine Ahnung wie genau ich nun beginnen soll.
Wahrscheinlich gibt es hierzu keinen "richtigen Weg". Die ganze Situation, von welcher ich im Anschluss erzählen werde hat mich im wahrsten Sinne des Wortes eine Todesangst ausstehen lassen, wie sie schlimmer
nicht hätte sein können. Das Yuma nun so friedlich schlafend neben mir liegt, verdanke ich meiner Intuition und ihrem Lebenswillen und nicht zuletzt unserer wunderbaren Tierärztin. Sie hat den 27.01.2014 nicht zuletzt zu Yumas zweitem Geburtstag gemacht und ihn nicht zu einem der schlimmsten Tage meines Lebens werden lassen. Ich kann nicht mit Worten beschreiben, wie dankbar ich hierfür bin.

Während ich nach Worten suche, fällt mir schwer, nicht zu weinen. Die Gedanken daran, Yuma zu verlieren waren so mächtig, dass ich am Ende grundsätzlich alles hinwerfen wollte. Nichts schien mehr von Wert, abgesehen von meinen engsten Freunden und meiner Familie, zu der ja aber nun einmal auch unabdingbar Yuma gehört! Ich würde sie immer beschützen, egal wann. Dass es so früh dazu kommen musste, hätte ich mir niemals träumen lassen und ich wünsche dies niemandem, dabei kann es rein theoretisch jedem Hundebesitzer widerfahren.




Verlauf

Eigentlich begann der 27.01.2014 ganz normal. Yuma tollte leicht geistesabwesend riechend auf der Wiese herum, wir erledigten unsere morgendliche Runde. Sie schnüffelte und war fröhlich wie sonst auch. Aufgrund einer Art post-pubertären Phase rannte sie, das Gehör ein wenig auf Durchzug geschaltet auf den neuen Welpen zu, der einem netten Paar in der Nachbarschaft gehört, mein "Steh" ignorierend. Im Spiel vergaß sie alles um sich herum und es war wirklich niedlich anzusehen. Im Gespräch mit dem Nachbarn spielten unsere Hunde so schön, dass ich das Ganze auch fast wieder vergessen habe. Yuma ist ein Hundeteenie voller Energie. Wenngleich sie zweieinhalb ist, entdeckt sie jetzt scheinbar ihre Flegeljahre neu. Sie probiert eben, wo ihre Grenzen sind, was völlig normal und in Ordnung ist. Kein Wunder also, dass sie gen Ende des Spazierganges  ebenso unbefangen wie stürmisch - mein Kommando zum stehen erneut ignorierend - auf einen unbekannten Hund zu rannte, dessen Besitzer bereits die Nordic-Walking-Stöcke schwang und brüllend auf seinen? Hund einschrie. Diesmal  war ich nun etwas energischer mit meinem Tadel, dennoch ohne zu brüllen oder gar erschreckend auf sie einzuwirken, wie manche das tun.. Ich will meinen Hund nicht anbrüllen, damit ist nichts gewonnen - außer eventuell der zur Schau Stellung der eigenen Unsicherheit. Ich hatte schlicht Angst um Yuma, da wir ihre Unsicherhetit vor Nordic-Walkern und deren Stöcken gerade erst in den Griff bekommen hatten. Der Rest des Spaziergangs verlief harmonisch im weiteren Spiel zwischen Yuma und Welpe Ella. Der weitere Verlauf des morgens war ebenso normal wie immer und so gab ich Yuma ihr Teil-Barf-Frühstück und begab mich eine Etage höher um selbst etwas zu essen. Yuma ist grundsätzlich ein überschwänglicher Hund, der sich wie kein Zweiter freuen kann. Nach dem Essen kam sie die Treppe hoch und folgte mir schließlich in unser Zimmer, da ich meine Abschlussarbeit fortsetzen und ihre Gesellschaft genießen wollte.Angekommen, fiel mir zunächst nur Yumas geduckte Haltung auf, ganz, als wolle sie mich beschwichtigen. Ich wusste nicht wieso, dachte nur daran, dass ich sie auf dem Spaziergang einmal getadelt hatte, was jedoch längst vorüber war. Es passt zu ihr meine Emotionen in sich auf zu saugen und zu reagieren, wie ich empfinde, ehe ich selbst erkenne, was mich bewegt. Dennoch: Ich konnte mir nicht so recht vorstellen solch "angepisste" Stimmungswellen an Yuma abzugeben, dass sie mich derart zu beschwichtigen versuchte..Als Yu sich hinlegte, begann sie in eine Art Schluckauf zu verfallen, der sich einfach nicht einstellen wollte. Als ich kam, machte sie freiwillig "Peng", ihren Lieblingstrick, bei dem sie sich auf die Seite legt, die Pfoten leicht erhoben. Auch eine Rolle machte sie im Anschluss von selbst. Dies ist der Punkt, der mir im Anschluss noch schwer im Magen lag. konnte die Rolle das ganze Dilemma begünstigt haben? Im Nachhinein zeigte Yuma bereits zuvor durch das Würgen Symptome auf eine Gasbildung im Magen. Verursacht haben konnte die Rolle diese also nicht. Dennoch: es tat mir unendlich leid.
Auf das Schluckauf-artige Würgen folgte ein Hecheln. Sie folgte meiner Bitte sich neben mich auf das Sofa zu legen, immer noch wollten die Symptome nicht nachlassen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie vor ungefähr 20 Minuten gefressen.

Langsam bahnte sich eine Möglichkeit den Weg hinauf, welche später erschreckende Gewissheit werden sollte. Panik ergriff mich, welche ich Yuma gegenüber jedoch nicht zeigen wollte. Ich hatte wenig Zeit, also öffnete ich Google und gab die Suchbefehle Magendrehung, Schluckauf ein und überflog lediglich die Zeilen des ersten Treffers, wo stand Hund ... Magendrehung... kommt auf die Beine!!!
Ich machte mir nicht die Mühe mehr zu lesen, wenn es stimmte, zählte jede Sekunde. Zudem war ich ohne Auto, also folterte mich die Dringlichkeit mit der Frage, wen ich zuerst anrufen sollte - den Tierarzt? Meine Mutter, damit sie kam? Ich wählte die Nummer meiner Tierärztin und sprach so klar es mir gelang in das Telefon, mein Hund habe vor mittlerweile circa fünfundzwanzig Minuten gefressen und leide nun an einer Art Schluckauf, würgte also und könne nichts erbrechen, hechele zudem und liefe geduckt. Ich teilte der Frau ebenso mit, sie sei ein Wolfshundmischling und ich habe Verdacht auf eine Magendrehung. Man bestätigte mich in meiner Annahme, was die Tränen fließen lies und mir endgültig die Nerven zu rauben drohte. Doch ich war mir sicher, meine Tierärztin könnte ihr helfen. Sie musste ihr helfen können! Jedoch weit gefehlt.
Fahren Sie sofort in die Klinik S. wissen sie wo die ist? Die müssen sie ggf. operieren!
Wohin sollte ich fahren? Wo war diese Klinik, von der ich noch nie gehört hatte?
Die Telefonnummer lautet.... die ist in Köln-Pulheim... 
KÖLN? Ich konnte nicht glauben was sie da sagte, wohin sie mich mit meinem Hund schickte, wo sie doch selbst die Dringlichkeit der Sache betonte. Wollte sie mich wirklich circa vierzig Minuten oder gar mehr fahren, um mich am Ende womöglich zu verfahren?  Ich fragte erschrocken und verwirrt, ob sie sie nicht sehen, ihr helfen könnten, doch man verwies mich lediglich erneut auf diese Klinik, die ja gut sein mochte, jedoch für Yuma viel zu weit weg.

Der nächste Anruf galt meiner Mutter, ich erklärte ihr, was los sei und wo man uns hinschickte. Sie war ebenso verwirrt und ratlos, wie wir den armen Hund schnellstens dorthin bekommen sollten. Auch sie war nie in dieser Gegend gewesen und trotz Navi gab es in einer so aufgewühlten Situation die Möglichkeit sich zu verfahren. Es war zu riskant.In meiner Not klapperte ich die Optionen ab, die ich hatte. Eine weitere Meinung musste her. Einst hatte sich ein Tierärztlicher Mobilservice meiner Shiva zunächst einmal Zuhause angenommen. Wir waren überaus zufrieden mit ihr, gingen jedoch weiter zu jener Ärztin, die mich nun im Stich lies, da diese noch keine Praxis hatte. Ich erinnerte mich, dass sie diese jedoch eröffnen wollte und suchte erneut in Google. Ich wurde fündig und rief an, als meine Stimme beinahe brach. Erneut erklärte ich die Symptome meiner Hündin und meinen Verdacht auf Magendrehung. Diesmal jedoch, schickte man mich nicht weg! Wie schnell können Sie hier sein? Wir bereiten alles vor. 

Der Befund

Mir fiel ein Stein vom Herzen. Die Praxis war in Hersel, von Bornheim aus lediglich ein Katzensprung wenn man den Weg nach Köln bedachte. Man würde Yuma helfen! Daran musste ich glauben, auch wenn Magendrehung in meinem Kopf unabdingbar mit Adjektiven lebensbedrohlich, tödlich, schnell verbunden war.

In der Praxis erfolgte zunächst ein Röntgenbild vom Magen, welches aus meiner Vermutung traurige Gewissheit werden lies: Yuma litt an einer Magendrehung. Während ich mir selbst die Schuld gab, da ich glaubte meinen Hund nach dem Essen nicht genügend geschont zu haben, lobte man mich aber tatkräftig dafür, dass ich so früh gekommen sei und ihre Symptome nicht einfach abgetan hatte. Als Yuma die Praxis betrat, zeigte sie sogar für das anwesende Personal noch nicht jene Symptomatik, die man in ihrer Lage öfter sah: Starre, Apathie und Teilnahmslosigkeit, was darauf gedeutet hätte, dass ihr Kreislauf bereits stark in Mitleidenschaft gezogen wäre. Ebenfalls war ihr Bauch noch nicht verhärtet. Die Symptome die sie zeigte waren jedoch klar.

Der hündische Magen ist lediglich an Speiseröhre und Zwölffingerdarm befestigt, was ihn je nach Bewegung hin und her schwanken lässt. Ein voller und demnach schwerer Magen begünstigt das Schwingen und die Drehung, so sagt man, weshalb kleinere Mahlzeiten jedoch öfter am Tag besser für den Hund sein sollen und viel Bewegung nach der Futtergabe vermieden werden soll, so die Annahme. Eine andere Theorie widerlegt diese These und besagt, die meisten Magendrehungen entwickelten sich im Schlaf bei geleertem Magen,
und habe demnach nichts mit der Fülle des Magens und zu heftiger Bewegung zu tun. Die Ursachen für eine Magendrehung seien noch nicht ausreichend bekannt, sagt man. Ebenso gäbe es Risikogruppen, zu welchen auch Yuma als großer Hund mit tiefer Brust und Mischlingsabstammung zählt. Fakt ist: Eine Magendrehung ist qualvoll und führt elend zum Tode.
Bei einer Magendrehung, dreht sich der Magen des Hundes vertikal oder horizontal um die eigene Achse. Dabei werden abgehende und ankommende Blutgefäße sowie Darm und Speiseröhre – der Magen Ein- und Ausgang - abgeschnürt und verschlossen. Das Abschnüren der Blutbahnen beeinträchtigt den Kreislauf des Hundes binnen 30 – 60 in tödlicher Form. Durch die verschlossenen Magenöffnungen kommt es zur Gasbildung innerhalb des Magens, der Magen bläht auf und verhärtet.

Ohne sofortiges Handeln und eine Operation führt eine Magendrehung aus oben aufgeführten Gründen binnen kürzester Zeit zum Tod. Auch nach gelungener Operation ist Vorsicht geboten, da Kreislauf sowie innere Organe bereits in Mitleidenschaft gezogen sein können. Das Überleben hängt in diesem Falle davon ab, wie schnell die Operation erfolgen konnte und die Symptome erkannt wurden.

Nachdem man durch eine Röntgenaufnahme den Zustand der Drehung ersehen konnte, versuchte das Team zunächst, ohne Operation den Magen wieder in Normalzustand zu versetzen. Wie dies geschehen würde, weiß ich nicht jedoch ist eine Operation immer ein Risiko und eine Belastung für das erkrankte Tier. Aus diesem Grund wurde das Möglichste versucht. Maus Magen hatte sich jedoch mittlerweile vollständig gedreht. Dies machte eine OP unvermeidbar. Die Operation erfolgte direkt im Anschluss, durch meine Angaben und mein schnelles Handeln war Yumas Kreislauf noch stabil genug um ihr eine bessere Chance zuzurechnen, die Operation zu überstehen und das Team konnte alles vorbereiten, während wir auf dem Weg waren.  Ich unterschrieb alles, stimmte allem zu, solange sie Yuma retten würden.
Es hieß warten. Endlos scheinendes, langes Warten doch ich war stets sicher, Yuma in guten Händen zu wissen. Das Team war sehr nett und besaß die Fertigkeit, keine unnötige Panik zu schüren, die ich sowieso schon hatte. Zudem sagte man mir mehrmalig, dass ich wirklich sehr sehr früh gekommen sei und die Drehung rechtzeitig erkannt hätte. So eine frühe Reaktion hätten sie noch nicht erlebt. Trotz des Lobs gab es mir jedoch keinen wirklichen Mut. Ich hatte auch einfach zu wenig Ahnung, was das Thema Magendrehung anging.

Die OP dauerte eine gefühlte Ewigkeit. In wahrheit ungefähr eineinhalb Stunden. Plötzlich erschien alles sinnlos. Ich wollte Yuma nicht verlieren! Das durfte nicht passieren und überhaupt durfte das doch alles gar nicht sein! Nicht mit zweieinhalb Jahren, wovon ich sie etwas über ein Jahr bei mir hatte. Ich weinte mir die Angst aus dem Leib, hoffte, betete und flehte... Ich fluchte und überlegte, wann das passiert sein konnte und was ich außerdem noch verhindernd hätte dazu  Als wir von einem erfolglosen Versuch der Ablenkung zur Praxis zurück kehrten, öffnete man eine erneute Ewigkeit später die Tür und sagte, sie würde gerade aus der Narkose erwachen und habe den Eingriff gut überstanden. Dadurch, dass früh reagiert werden konnte seien keine inneren Organe beeinträchtigt oder geschädigt worden, Ihr Kreislauf war ebenso recht gut. Ihr Magen sei nun an der Bauchwand beim Rippenbogen befestigt, sodass er sich nicht erneut drehen sollte.
Wir durften sehr lange in der Praxis bleiben, damit Yuma vollends erwachen konnte. Man erklärte uns den Eingriff, die Beschaffenheit des hundischen Magens und das Geschehene aufs Genauste. Zwar soll es Fälle geben, in denen selbst ein angenähter Magen erneut dreht, doch glaube ich meiner Ärztin wenn sie sagt, sie fresse einen Besen, wenn dieser Magen erneut in Drehung kommt.

Ursachen?

Wenn ich so über das nachsinne, was ich gelesen habe, habe ich keine Ahnung, was die Drehung bei Yuma wirklich verursacht hat. Es gibt zu viele Meinungen, Theorien und Ratschläge. Zwar hatte sie am Morgen getobt, hatte gefrühstückt und auch immer um die 200g im Napf, bekam aber über den Tag verteilt noch etwa 100-150 g als Zweitmahlzeit. Man kann sich jetzt streiten, ob zwei oder drei Mahlzeiten besser sind und welche Menge angemessen wäre. Yuma wird teilgebarft und bekommt zum Barf etwas Nassfutter, Reis, Nudeln oder Kartoffel sowie Olivenöl und Gemüse. Sie Pansen, Dörrfleisch etc. zusätzlich, aber am Tag immer zwischen 300 und 350g. Das reicht. Sie kann schlafen, wenn sie gefressen hat, tobt und springt aber gerne. Ich könnte nicht sagen, dass sie gerade am Montag den 27.1.2014 sehr viel getobt hätte. Ich kann jedoch sagen, dass Yuma schon öfter eine Art Schluckauf zeigte, was mich hellhörig machte, aber keinerlei andere Symptome und dieses Symptom auch nach kurzer Zeit verschwand. Meine Yuma hat eine schlanke, hochbeinige Figur und einen windhundig tiefen Brustkorb. Sie ist ein Mischling und sehr agil. Vielleicht gehört sie einer Randgruppe an. Vielleicht war es Veranlagung oder einfach Pech. Kein Pech war allerdings, dass sie frühzeitig Hilfe bekam! Ich kann nur raten, bei den ersten Anzeichen sofort zu handeln, ehe andere Organe Schaden nehmen. Wenn der Hund würgt, nicht erbricht und der Reiz nicht aufhören will, wenn er dabei zu hecheln beginnt und nervös wirkt (was jetzt bei Yuma eher Demut war, weil sie ein nervöser, agiler Charakter ist), dann sollte man handeln, so schnell es geht.
Jeder Hund ist anders und ebenso ist es der Verlauf der Krankheit und die anschließende Heilung.
Ich habe Yuma noch am Tag der OP nach Hause holen dürfen, habe aber noch mehrmals telefonisch Kontakt zur Ärztin gehabt und am Mittwoch folgte eine Untersuchung. Yuma benötigt kein Antibiotika und auch keine Schmerzmittel mehr. Zu Beginn hat sie etwas erhalten, da sie noch etwas gewürgt hatte.
Auch dies ist vorbei. Am Donnerstag den 06.02 werden die Fäden gezogen. Wie die Genesung verläuft ist jedoch sicherlich immer unterschiedlich.

Der Abend nach der OP






















Wir bekamen vom Team viel Zeit, damit Yuma aus der Narkose erwachen und wir ihr versichern konnten, dass sie nicht alleine ist. Sie wachte sehr unruhig auf, was jedoch in ihrer Natur liegt. Sie ist generell Fremden gegenüber misstrauisch und die Situation hatte auch sie überfordert. Am späten Nachmittag, gen Abend hin konnten wir sie mitnehmen, mit langsamen Schritten folgte sie uns sogar bis zum Auto. Eine unglaublich tapfere kleine Maus! Zuhause angekommen bekam sie später eine kleine Menge sehr flüssiges Futter (Brei) mit etwas Sab Simplex. Dies lies sie aufstoßen und sorgte für Entspannung in ihrem Magen und das Aufhören des manchmal noch auftretenden Würgereizes. Mit einem alten Shirt bedeckt, denn den Trichter mag Yuma so gar nicht, lag sie erschöpft auf dem Bett und schlief lange und seelig. Ich habe in dieser Nacht kaum geschlafen, auf jedes kleinste Geräusch ihrerseits geachtet und Angst gehabt, dass ihr vielleicht doch noch etwas passiert. Allerdings hatte ich noch einmal mit der Tierärztin telefoniert, das half etwas.

2. Tag

Da Yuma mehr als die Hälfte meines eigenen Körpergewichtes wiegt (ich bin klein und schmal),
war das Heben auf mein erhöhtes Bett irgendwann nicht so rückenfördernd. Kurzerhand zogen wir meine Schlafcouch aus, auf welcher Yuma genügend Platz finden würde und wir uns gegenseitig beim Schlafen zusehen konnten. Auch kauften wir ihr einen Body, an welchen wir jedoch noch selbst näherisch Hand anlegen mussten, da dieser mit Größe 60 zu groß war. Ihr Rücken misst 63 cm, dennoch ist ihr Körperbau nicht der eines Molossers, der viel eher in diesen Lappen gepasst hätte. Nun ist er genäht und sitzt o.k.
Sie schläft und läuft ruhiger und ich ebenso! Mit dem Shirt wollte Madame aus Gründen der fehlenden Passform nämlich nicht laufen, sitzen oder liegen. Allerdings weiß ich nicht, ob ich das an ihrer Stelle getan hätte. Die nächste Anschaffung wäre dann also ein passender OP-Body, für den Fall aller Fälle.
Yuma jedenfalls genoss die Nähe und die Kuschelstunden und begann zu genesen. Das Medikament half gut und sie bekam nun schon wieder die Hälfte der üblichen Mahlzeit. Ich hatte mich nun darauf geeinigt ihr 100g pro Mahlzeit zukommen zu lassen, was auch gut funktioniert, auch bekommt sie nur mageres Futter (Hühnchen, Reis, Kartoffel...)



















 4. Tag

Yuma geht es täglich besser. Laut des Befundes und der letzten Untersuchung benötigt sie kein Antibiotika und keine Schmerzmittel  mehr. Auch Sab Simplex kann ausbleiben. Die kurzen Runden des Spazierens machen ihr Spaß und es wird immer schwerer, die kleine Maus davon zu überzeugen ruhig zu bleiben, gerade da dies nicht unbedingt ihre liebste Beschäftigung ist. Soweit es geht bin ich Tag und Nacht an ihrer Seite, was Dank Abschlussarbeit machbar ist. Es ist noch einmal gut gegangen, kleine Maus! Auch wenn ich bis zum Ziehen der Fäden noch zittrig bin. Sie braucht Ruhe, auch wenn sie selbst denkt, sie kann wieder.
Ich kann unsere Tierärztin jederzeit anrufen und habe nun auch gewechselt. Ein so kompetentes Team ist etwas, das ungemein beruhigt und in Sicherheit wiegt.



1 Kommentar:

  1. Ein Glück, dass alles gut gegangen ist. Ich drücke die Daumen für den weiteren Heilungsverlauf. Magendrehung ist wirklich der absolute Horror und auch mein persönlicher Albtraum.

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